Vielseitigkeit
faszniert
TREC-Reiter
kämpfen um Punkte für den Europacup / Faszination liegt in der Vielseitigkeit
Von Jens Sikeler
Sulz-Hopfau. Der
einzige deutsche Europacup-Wettbewerb der TREC-Reiter fand am Wochenende auf
dem Reiterhof der Familie Lefèvre statt. Für die Junioren ging es um die
Qualifikation zur Europameisterschaft. Ross und Reiter mussten einen
Orientierungsritt, eine Gangartenprüfung, sowie einen Parcours bewältigen.
Genau in dieser
Vielseitigkeit liegt für Organisator Joachim Lefèvre die Faszination dieses
Sports. Der Orientierungsritt hat seine Namen verdient. Bevor sie in den Sattel
steigen, müssen die Reiter zunächst den Weg auf ihre eigenen Karte übertrage.
Und wehe die Gespanne befanden sich nicht immer auf der 38 Kilometer langen
Strecke oberhalb von Dürrenmettstetten. Überall hatten sich nämlich
Kontrolleure postiert. Ebenfalls zur Orientierungsprüfung gehörte das Ermitteln
und Anreiten von drei Koordinatenpunkten. Elektronische Hilfsmittel dürfen bei
dieser Prüfung nicht verwendet werden. Aber damit habe man, so Lefèvre, auch
noch nie Probleme gehabt. Großen Wert legt das Reglement offensichtlich auf das
Wohl der Tiere. Drei mal mussten sie sich einer tierärztlichen Kontrole
unterziehen.
Was die
Pferderassen angeht, war beim Turnier auf dem Brachfeld vom Kaltblut bis zum
Araber so ziemlich alles vertreten. Durch die unterschiedlichen Anforderungen
gebe es keine ideale Rasse, erläuterte Lefèvre. Jeder backe sich Pferd nach
seinen Vorstellungen selbst. Entstanden ist die Sportart in den Pyrenäen. Dort
wollte man für Wanderritte eine zertifizierte Ausbildung anbieten
Viel Training
erfordert auch die Gangartprüfung. Dabei müssen die Pferde, unter den strengen
Augen der Juroren, 150 Meter im Schritt so schnell und im Galopp so langsam wie
möglich bewältigen.
Was Lefévre
meint, wenn er sagt, für diesen Sport müssten Rosse und Reiter eine
kameradschaftliche Beziehung haben, wurde beim abschließenden Parcours
deutlich. 16 Hindernisse hatte die die Familie Lefèvre und ihre Helfer aufgebaut.
Natürlich gab es die klassischen Sprunghindernisse und die Pferde preschten
auch im vollen Galopp durch die Landschaft. Pferd und Reiter mussten aber
genauso durch einen Pferdeanhänger gehen oder einen Tor öffnen und wieder
schließen.
Es war kein Wunder,
das etliche der Teilnehmer auf dem Brachfeld trainieren. Wobei, so Lefèvre,
„die TREC-Ausbildung nur das I-Tüpfelchen ist“. Seine Frau Meike, die für das
Training zuständig ist, legt großen Wert auf eine fundierte Ausbildung im
Bereich Breitensport. Außerdem biete sie sehr viel Jugendarbeit an
Die 20
Teilnehmer am TREC-Turnier auf dem Brachfeld gingen in drei Kategorien an den
Start. Die meisten Punkte für den Europacup sammelte die Siegerin Lisbeth Lumpp
(Frankreich). Sie verwies Günter Wolf (Österreich) und Bettina Klingmüller (Deutschland)
auf die Plätze zwei und drei. Für die Junioren aus Deutschland ging es um die
Qualifikation zur Europameisterschaft im September in Frankreich. Hier freute sich Wiebke Reinker über den
Sieg. Ebenfalls auf dem Siegertreppchen landeten Katharina Patzner und Lena
Lefèvre. Bei den Einsteigern hatte am Schluß Gabi Nowack die Nase vorn. Auf dem
zweiten Platz landete Priska Rosteck. Sie verwies damit Thomas Kretschmer (alle
aus Deutschland) auf den dritten Platz.